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AKTUELLE MELDUNG VOM 17.06.2012
Protokoll zum AK Lebenswerte Stadt am 06.06.2012

Themen: Verschiedenes - Brainstorming zur Ideenfindung für die Umsetzung eines bezirklichen Leitbildes für Biologische Vielfalt auf der Grundlage der Nationalen Strategie für biologische Vielfalt

 

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A. Verschiedenes

Zuständigkeiten im Bezirksamt, Bereich Straßen: Michael Karnetzki für alles, was mit dem Bereich Ordnung (Bußgeld) zusammenhängt. Sobald es aber um irgendetwas mit Bauen geht, ist die Bezirksstadträtin Christa Markl-Vieto (Bündnis 90/Die Grünen) zuständig.

Fahrradweg entlang der Schorlemerallee (zwischen Breitenbachplatz und Podbielskiallee): Es wurde überlegt, ob man ihn seitlich oder auf dem Mittelstreifen anlegt. In jedem Fall gilt: Ein ungeschützter Radweg ist gefährlich, man müsste das Tempo von 50 auf 30 km/h reduzieren. Außerdem sollte mit dem Blick auf Kinder das Parken auf dem Gehweg untersagt werden. Die SPD im Bezirk steht auf dem Standpunkt, Parken auf dem Gehweg eigentlich komplett zu untersagen, das ist aber generell schwierig umzusetzen und Akzeptanz dafür zu finden. Der AK bleibt weiter am Ball. Die CDU hat einen Antrag in der BVV eingebracht wonach die Bewohner der Schorlemerallee befragt werden sollen, ob sie für die Einrichtung eines Radweges dort sind.

Wendeschleife Bus 118, Verlegung weg von der Kirchstraße, um dort einen Stadtplatz zu schaffen: Achim und Olaf haben zwei Varianten vorgeschlagen, die in einem Antrag für die BVV mündeten. Eine der beiden vorgeschlagenen Varianten wird nun ernsthaft geprüft. Michael Karnetzki erhielt ein entsprechendes Schreiben von der BVG bzw. der VLB. Infos werden noch nachgereicht. Die Arbeitsgruppe zur Umgestaltung des Kirchplatzes hat sich konstituiert. Herr Steinhoff von den Grünen findet nichts dabei auch Bäume dort zu fällen, wenn sie der Planung im Wege stünden. Einbindung von BUND und NABU sollte forciert werden.

Zum Thema Baumschutz in der Fischerhüttenstraße gab es in der BVV eine Anfrage. Die Antworten der Kleinen Anfrage werden noch nachgereicht.

Es wird angeregt, regelmäßig Anträge für Bordsteinabsenkungen in die BVV einzubringen.

Schriftliche Anfrage zu den Gewerbebetrieben in Lichterfelde-Süd wurde von Rainer gestellt.

B. Erste Ideen für das Leitbild Biologische Vielfalt im Bezirk (die Nationale Strategie gibt es bereits seit 2007, die Berliner Strategie ist neu) als eine Art Brainstorming

a) ParksRange: Hier wollen wir die Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet. Nachdem die Grünen ihren Antrag in zwei Punkten abgeändert haben, haben wir als SPD unseren Antrag zugunsten des weitergehenden Antrags der Grünen zurückgezogen und uns dem Antrag der Grünen angeschlossen. Der Antrag liegt aktuell im Stadtplanungsausschuss. Die Koalitionsvereinbarung sieht den Bau von 30.000 neuen Wohnungen in der laufenden Legislaturperiode vor. Ca. 6.000 Wohnungen wurden in den vergangenen Monaten bereits gekauft, also fehlen noch ca. 24.000. Gefragt wird, ob es überhaupt noch Platz für diese Wohnungen jenseits von Lichterfelde Süd gibt? Angeregt wurde, auch die Leerstandsproblematik konstruktiv zu diskutieren: Es stehen so viele Wohnungen in Berlin leer, inwiefern lassen sich diese zu neuen landeseigenen Wohnungen umwandeln (mitunter für nur ca. 30% der Kosten für einen Neubau)? Maßnahmen zur biologischen Vielfalt sind dort in jedem Fall auch mit Teltow (Teltowpark) abzustimmen, denn Artenvielfalt macht nicht an Verwaltungsgrenzen Halt.

b) Rückkehr zur Natur durch systematische ENTSIEGELUNGEN und Aufstellung eines Haushaltsplanes über entsiegelte Flächen im Bezirk, unter anderem gibt es entlang der Potsdamer Straße (beim Gemeindewäldchen) so breite Gehwege, dass man stellenweise gut ca. 1,50 m wegnehmen könnte. Für biologische Vielfalt sei aber wichtig, dass man hier keinen Rasen einsät (sonst Golfplatzeffekt), sondern die entsiegelten Streifen der natürlichen Entwicklung überlässt (vielleicht einmal im Jahr mähen)

c) Die Eichen entlang der Potsdamer Chaussee unter Denkmalschutz stellen, mit tiefschneidigen Schneefahrzeugen zum Laub-Wegräumen macht das Grünflächenamt die Eichen an ihren Wurzelspitzen kaputt, und verhindert das Entstehen von Vegetation. Stattdessen: Das Laub liegen lassen, damit sich eine Mulchnaht bilden kann. Nur ganz am Rand etwas mähen. Ein Antrag dazu wurde von Rainer geschrieben, ist noch in der Diskussion, ob er und in welcher Form er in die BVV eingebracht werden kann.

d) Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen: An Spandau ein Vorbild nehmen, Spandau kauft z.B. Flächen und stellt sie dem Naturschutz zur Verfügung. Man sollte Ausgleichsflächen immer auch ortsnah realisieren, nicht wie z.B. beim Einkaufszentrum "Boulevard" an der Schlossstr., wofür nun Ausgleichsflächen in Lankwitz vorgesehen sind. Wichtig ist dort Transparenz reinzubringen. Bei den Haushaltsberatungen in diesem Jahr wurde deutlich dass dem Bezirk hierzu scheinbar noch ein klares Konzept fehlt. Rainer hat vor dort noch genauer nachzuhaken.

e) Weitere Schutzgebietsausweisungen gemäß dem Jansen-Plan (1911) und gemäß dem Wagner-Plan (1926) prüfen. Die SPD setzt sich in ihrem kommunalen Wahlprogramm für die Prüfung von weiteren Schutzgebietsausweisungen ein.

f) Im Museumsdorf Düppel nicht nur den Krummen Fenn (Teich), sondern auch dessen Umgebung als Landschaftsschutzgebiet ausweisen. Dort hat sich über die Jahre ein beachtlicher Spontanwald entwickelt, weitere naturnahe Flächen hat Achim früher schon vorgestellt, wo ein besonderes Augenmerk zu richten ist.

g) Im Bereich Fischtalpark / Plüschowstr. / Gemeindewäldchen existiert eine Biotopverbindung, nun auch eine Naherholungsverbindung einrichten. Entsiegelung des Parkplatzes vor dem Ernst-Reuter-Sportfeld.

h) Konzept für Urban Farming im Bezirk entwerfen.

i) Landschaftspläne (LP) nutzen und einfordern, u.a. LP Altes Schönow und Buschgraben.

j) Fachtagung anregen, um über die Ökologisierung von Grünpflege zu sprechen, wobei Kommunikation und Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger wichtig sind.

k) Wirksamen Biotopverbund im Bezirk schaffen, auf bestehende Pläne aufbauen und sie detailieren.

l) Die Grünanlagenkarte kann auf die Karte der Schutzgebiete gelegt werden, dann kann konkret geschaut werden, wo durch Baumreihen, Hecken u.ä. Verbindungen geschaffen werden können.

m) Erreichung einer größeren Durchgrünung: Bezirk als Impulsgeber oder mit gutem Beispiel voranschreitend bei z.B. Innenhofbegrünung und Fassadenbegrünung.

n) Runder Tisch oder Aktionskreis Biologische Viefalt (analog dem AK Energie) initiieren, vielleicht lassen sich EU-Mittel abgreifen.

o) Viele Themen und Best practice Beispiele miteinander vernetzen und bekannt machen (Urban Farming, Projekt mit portablen Bottichen, die z.B. für Gemüse genutzt werden können). Bürgerinnen und Bürger einbeziehen.

p) Einstellung auf den Klimawandel, Grün hilft Aufheizung entgegenzuwirken.

q) Flyer entwerfen ähnlich dem Radwegeflyer, wo Bürgerinnen und Bürger gefragt werden können, wo ihrer Meinung nach Hecken fehlen, eine Fassadenbegrünung oder eine Entsiegelung sinnvoll wäre. Diesen dann an Infoständen verteilen.

r) Patenschaften anregen und fördern, z.B. eine Schule pflegt den Markusplatz.

(gez.) Julian Krischan/Rainer Ziffels

 
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