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AKTUELLE MELDUNG VOM 18.12.2015
Lichterfelde Süd: Änderung des Flächennutzungsplans wird im Abgeordnetenhaus beraten

Nach öffentlicher Auslage und Zustimmung des Senatskollegiums erreichte die Drucksache zur Änderung des Flächennutzungsplans in Lichterfelde Süd nun das Berliner Abgeordnetenhaus. In der Plenarsitzung am 10.12.2015 erfolgte die Überweisung der Vorlage in den Hauptausschuss sowie in den Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt, die im neuen Jahr darüber beraten werden.

 

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Nachdem von Anfang Juni bis Anfang Juli die öffentliche Auslegung der Änderungsvorlage für den Flächennutzungsplan in Lichterfelde Süd stattgefunden hatte, befindet sich diese nun zur endgültigen Entscheidung im Berliner Abgeordnetenhaus. Das Senatskollegium hatte der Vorlage bereits in einer Sitzung am 17. November zugestimmt.

Entsprechend der Aufforderungserklärung des Abgeordnetenhauses vom 20. Februar 2014 werden 39 Hektar der insgesamt 96 Hektar umfassenden Fläche als Standort für Wohnungsbau, d.h. zur Entwicklung eines neuen Stadtteils, ausgewiesen. Der Rest der Fläche wird als naturnahe Park- und Weidelandschaft fortbestehen bleiben.

Nach dem Planungsmodellentwurf des Architekturbüros Casanova und Hernandez ist vorgesehen, auf der zu bebauenden Fläche sechs Wohnquartiere unterschiedlicher Dichte und unterschiedlicher Geschosswohnungszahlen zu errichten, die alle auf die "Grüne Mitte" - die bestehende Park- und Weidelandschaft - hin bezogen sind. Die größte Verdichtung wird dabei entlang der Linie der Südachse der Thermometersiedlung (Réaumurstr./Landweg) erzielt und dies mit einer zunehmenden Abstufung in Richtung Süden, wodurch die harte bauliche "Blockgrenze" zur Thermometersiedlung in Zukunft abgemildert und aufgelockert wird. Der Entwurf zur Änderung des Flächennutzungsplanes sieht daher die Gebietskategorie "W2" für die zukünftige Bebauung vor.

Von Seiten des Investors wurden für die Umsetzung der neuen Wohnbebauung die entwickelten Leitlinien des "Berliner Modells der kooperativen Baulandentwicklung" anerkannt. Demzufolge werden 25% des entstehenden Geschosswohnungsbaus öffentlich geförderte Wohnungen sein, die nach Errichtung in den Besitz der städtischen Wohnungsbaugesellschaft "Stadt und Land" übergehen werden. Außerdem wird sich der Investor an der Errichtung und Finanzierung bedarfsgerechter sozialer Infrastruktur beteiligen.

Zur Nahversorgung soll ein neues Cluster mit Geschäften am Ostausgang des S-Bahnhofs Lichterfelde Süd entstehen, weitere Dienstleistungs- und Gewerbeflächen sind dezentral in den Erdgeschossen der Häuser entlang der neuen Wohngebietsstraßen vorgesehen.

Als Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses für den Bezirk Steglitz-Zehlendorf und als Kandidatin für Lichterfelde Ost und Süd zeigte sich Irene Köhne (SPD) überwiegend zufrieden über die im Abgeordnetenhaus eingegangene Vorlage. Sie bemängelte allerdings ein fehlendes übergreifendes Verkehrskonzept und würde gerne größere Teile der naturbelassenen Grünfläche erhalten. "Dass prinzipiell 2500 Wohnungen nach dem Flächennutzungsplan möglich sein sollen, ist für mich etwas hoch gegriffen", so die Abgeordnete. Über den vorgesehenen Anteil an öffentlich geförderten Wohnungen freute sie sich jedoch: "Die Quote an öffentlich geförderten Wohnungen ist höher als ich und meine Mitarbeiter realistisch erwartet hatten. Hier haben sich unser Engagement und das der Senatsverwaltung gelohnt". Mehrere Gespräche zwischen der Abgeordneten und Vertretern der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt waren der Erarbeitung der Vorlage vorausgegangen.

 
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