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AKTUELLE MELDUNG VOM 24.01.2015
"Tour de Sociale" in Lichterfelde Süd

Gemeinsamer Rundgang und Besuch in sozialen Einrichtungen durch Irene Köhne MdA, Dr. Ute Finkh-Krämer MdB, Dr. Holger Fabig, dem Vorsitzenden der SPD-Abteilung Lichterfelde Ost und Süd, den Bezirksverordneten Christiane Burwitz und Isabel Miels sowie Christina Dluzewski und Steffen Belz.

 

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Am Donnerstag, den 22. Januar 2015 fand die diesjährige "Tour de sociale" der SPD-Abteilung Lichterfelde Ost und Süd – und damit auch ein ganztägiger Besuchstag von Irene Köhne in ihrem Wahlkreis – statt. Zusammen mit Dr. Ute Finkh-Krämer – der Vertreterin für die SPD Steglitz-Zehlendorf im Deutschen Bundestag – , Dr. Holger Fabig – dem Vorsitzenden der SPD-Abteilung Lichterfelde Ost und SPD –, den Bezirksverordneten Christiane Burwitz und Isabel Miels sowie anderen Interessierten besuchte die Abgeordnete einen Tag lang sämtliche Träger, die sich in der Thermometer- und der angrenzenden Woltmannsiedlung für eine Stabilisierung beziehungsweise Verbesserung der sozialen Situation einsetzen. Das Spektrum und die Arbeitsschwerpunkte sind dabei äußerst vielfältig – genauso wie die "Tour de sociale" an dem besagten Tag. "Ich freue mich, heute wieder intensiv mit vielen Akteuren aus Lichterfelde Süd ins Gespräch gekommen zu sein", äußerte Irene Köhne rückblickend.

Die Tour begann mit einem Besuch in der Mercator-Grundschule, in dessen Rahmen die Teilnehmenden ein aufschlussreiches Gespräch mit Schulleiterin Marianne Friedrich führten.

Auch weiterhin weisen einige Schülerinnen und Schüler aus dem Einzugsbereich der Grundschule Entwicklungsverzögerungen sowie sozial-emotionale, motorische und sprachliche Defizite auf. Viele erleben oft einen beschwerlichen Alltag und werden geprägt von negativen Erfahrungen und Erlebnissen. Das Kollegium der Mercator-Grundschule gibt sich hier jedoch größte Mühen und versucht, dass auch problembehaftete Kinder vor ihren Klassenkameraden positiv in Erscheinung treten können. Dies geschieht zum Beispiel dann, wenn diese Kinder etwas ganz Spezielles angefertigt haben und dieses vor der Klasse präsentieren können.

Das durch die Berliner SPD-Fraktion initiierte Schulförderungsprogramm "Bonusgelder" wird von der Schulleitung als erfolgreich angesehen und zur Verstetigung empfohlen. Die Mittelbewilligung ist dabei gekoppelt an den prozentualen Anteil von in ihren Lernmitteln bezuschussten Schülern – an der Mercator-Grundschule mehr als die Hälfte.

Die Grundschule kann aus diesem Fördertopf gegenwärtig zwei Sonderpädagogen beschäftige. Sie fördern problembehaftete bzw. sozial auffällige Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen ganz gezielt. Wünschenswert sind vor diesem Hintergrund auch zusätzliche pädagogische Kapazitäten im Schülerhort, da hier zu den Öffnungszeiten oft alle Klassenstufen gemeinsam betreut werden.

Bewährt hat sich in der Mercator-Grundschule auch ein monatlicher Austausch von Vertretern der Schule mit Beamten des zuständigen Abschnittes der Polizei und Mitarbeitern des bezirklichen Jugendamtes – eine individualisierte Betrachtung jeder einzelnen Schülerin und jedes Schülers kann so auch über den Unterricht hinaus erfolgen. Auch bei personellen Engpässen sollte diesem Querschnittsgremium nicht zu wenig Aufmerksamkeit zuteil werden.

Wie Schulleiterin Frau Friedrich ausführt, bestünde in der geplanten Bebauung des Geländes der ehemaligen "Parks Range" ein Potenzial für den Stadtteil: Die Mercator-Grundschule erhalte dadurch eine Chance zur Durchmischung, indem Kinder inklusiv mit ganz verschiedenen soziobiografischen Hintergründen miteinander lernen können. Eine Erweiterung der Mercator-Grundschule sei demnach einem Neubau einer Grundschule im neuen Wohngebiet vorzuziehen. Nur wenig Zeit blieb den Teilnehmenden der Tour, noch einen Blick in die gut aufgestellte Schulbibliothek zu werfen. Beim Gang durch das Schulgebäude wurde vielen klar, dass die dringend benötigten Malerarbeiten im Innenbereich möglichst bald ausgeführt werden sollten.

Bei den Stationen "Bus-Stop" und "Stadtteilzentrum Steglitz" wurde neben der regulären Arbeit vor allen Dingen über das aktuelle Thema Flüchtlinge gesprochen. Seit Dezember gibt es im Bezirk zwei temporäre Wohnunterkünfte für Flüchtlinge in der Lippstädter Straße (Lichterfelde Süd) und in der Klingsorstraße (Steglitz). Darauf folgende längerfristige Beherbergungen befinden sich in Vorbereitung. Zur Schaffung einer Willkommenskultur erhält der Verein Stadtteilzentrum Steglitz e.V. in seiner Funktion als Stadtteilzentrum seit kurzem Fördergelder durch das Landesamt für Gesundheit und Soziales – geringfügige Summen im Vergleich zu anderweitigen sozialen Maßnahmen oder Projekten. "Wir können uns vorstellen, mit Bewohnern aus dem Kiez die Flüchtlingsunterkünfte zu besuchen oder mit Jugendlichen Graffiti an die Fassaden zu sprühen", so Thomas Mampel, Geschäftsführer des Stadtteilzentrums. Bei der weiteren Ausgestaltung der sozialen Arbeit mit den Flüchtlingen ist es wichtig, dass sich die verschiedenen Träger untereinander nicht als Konkurrenten begreifen, sondern gemeinsam an einem Strang ziehen und sich jeweils individuelle Kompetenzbereiche erarbeiten. Die Vertreter der SPD sind gerne dazu bereit, klare Profilierungsschienen von einzelnen Trägern in diesem Tätigkeitsbereich zu unterstützen.

In Bezug auf die regulär geleistete Arbeit wurde beim Besuch in Lichterfelde Süd bereits eine gelingende Arbeitsteilung deutlich: Der Verein Famos e.V. führt in größerem Umfang Hilfen zur Erziehung, so genannte "HZE"- Leistungen nach dem achten Sozialgesetzbuch, in der Thermometersiedlung durch. Durch ein in diesem Jahr neu gestartetes Querschnittsprojekt ist es zusätzlich möglich, auch über diese gesetzlichen Leistungen hinaus aufsuchende Betreuungsmaßnahmen und maßgeschneiderte Hilfen für Familien anzubieten.

Die Träger "Bus-Stop" und "Holzkirche" sind demgegenüber Partner der Berliner Justiz und Ableistungsort für Strafen durch die Jugendgerichte – zum einen in der südlichen Thermometersiedlung und zum anderen an den nördlichen Ausläufern der Woltmannsiedlung. Der Verein Bus-Stop e.V. bildet Jugendliche und junge Erwachsene dabei in intensiven und mehrmonatigen Schulungen zu Kiezmentoren aus. Anschließend stehen diese jungen Menschen ihrem Kiez mit Rat und Tat zur Seite. Auch beim Holzkirche e.V. werden Jugendliche, die Sozialarbeit ableisten müssen, betreut und nach Bedarf im Garten, aber auch in der Bibliothek oder in der während den Sommermonaten stark nachgefragten Fahrradwerkstatt eingesetzt. Die Besucher der „Tour de sociale“ staunten über die vielfältigen Arbeitsbereiche und die Geschichte der "Holzkirche", die nun schon mehr als ein halbes Jahrhundert im Kiez präsent ist. Mittlerweile besteht auch hier ein vielfältiges Angebot an professioneller Jugendarbeit, dem ebenso wie den anderen Trägern im Sozialraum Beachtung geschenkt werden sollte. "Ich freue mich, vieles so hautnah erfahren und Impulse für mein politisches Handeln im Abgeordnetenhaus bekommen zu haben und danke den Einrichtungen für die interessanten Einblicke", so Irene Köhne abschließend.

Impressionen von der "Tour de Sociale" in Lichterfelde Süd am 22.01.2015



Station 1: Mercator-Grundschule



Station 2: Bus-Stop (Interkulturelles Kinder-, Jugend- und Familienzentrum e.V.)





Station 3: Famos (Verein für familienorientierte sozialpädagogische Hilfen e.V.)



Station 4: Stadtteilzentrum Steglitz (Verein für soziale Arbeit e.V.)



Station 5: Holzkirche (Verein für soziale Arbeit, Kinder- und Jugendarbeit e.V.)

 
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