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Angebote zielgruppenorientierten Verbraucherschutzes der Verbraucherzentrale Berlin

 

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Verbraucherpolitik hat viele verschiedene Seite – und genauso unterschiedlich sind auch die wirtschaftlichen Bedürfnisse von verschiedenen Menschen in unserer Gesellschaft. Die Verbraucherzentrale Berlin hat dies erkannt und seit diesem Jahr eine zielgruppenspezifische Herangehensweise in ihre Beratungsarbeit implementiert. Für verschiedene Gruppen in der Gesellschaft – so zum Beispiel für junge Menschen, Senioren oder Mitbürger mit Migrationshintergrund – sind auf diese Weise speziell ausgerichtete Aufklärungs- und Beratungsangebote entwickelt worden. Während es bei Senioren beispielsweise mit einem besonderen Schwerpunkt um Pflegeverträge und individuelle Gesundheitsdienstleistungen geht, stehen bei Angeboten für junge Menschen Handyverträge, Internetkompetenz in sozialen Netzwerken und Wissen über Anlagedienstleistungen im Mittelpunkt. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene können bei Versicherungen oft nicht ohne weiteres beurteilen, ob sie von derartigen Angeboten überhaupt einen Nutzen haben. "Wir wollen in Zukunft auch gezielt Studenten ansprechen", so Eva Bell vom Vorstand der Verbraucherzentrale Berlin mit Blick darauf, dass Befragungen zufolge viele Studenten die Verbraucherzentrale und deren Angebote gar nicht kennen. Dabei ist durchaus Bedarf in dieser gesellschaftlichen Gruppe vorhanden: Mit Studienkrediten, Studienplatzklagen, Wohnungsangeboten und Dienstleistungen der Altersvorsorge wird mittlerweile in einem größeren Ausmaß Geld verdient, und das oft nicht gerade wenig.

Eine kürzlich erschienene Evaluationsstudie über die auf Mitbürger mit Migrationshintergrund bezogenen Angebote bestärkt die Verbraucherzentrale Berlin darin, den Weg in Richtung einer zielgruppenorientierten Ausrichtung ihrer Beratungstätigkeit weiter zu gehen. Zum großen Erfolg der spezifischen Angebote für Mitbürger mit Migrationshintergrund haben dabei mehrere Faktoren beigetragen: Erstens eine mehrsprachige Ausrichtung, indem von Seiten der Verbraucherzentrale auch türkisch- und russischsprachige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Durchführung der Maßnahmen eingesetzt wurden. Zweitens eine klare Kiezorientierung, um Schwellenängste zu überwinden und die Menschen in ihrem jeweiligen Umfeld abzuholen. Kooperiert wurde in dieser Hinsicht beispielsweise mit Einrichtungen des Berliner Quartiersmanagements, mit Asylbewerberheimen und migrantischen Organisationen. Die Durchführung des Pilotprojektes für Angebote eines zielgruppenorientierten Verbraucherschutzes für Migrantinnen und Migranten wurde so auch in die Hände des Vereins Türkischer Unternehmer und Handwerker in Berlin als Träger gegeben. Drittens kontinuierliche Ausbildungen und Schulungen von Multiplikatoren, um die Mitglieder der verschiedenen "Communities" über deren Binnenstrukturen in einem größeren Ausmaß zu erreichen und so auch bestehende Wissensstände aufrechtzuerhalten.

"Über die wirklich tollen Ergebnisse freue ich mich besonders", so Irene Köhne anlässlich einer Veranstaltung zur Evaluation des Pilotprojektes im Berliner Abgeordnetenhaus. "Es ist zu wünschen, dass auch die anderen zielgruppenspezifischen Angebote zu einem solchen Erfolg werden – sie flankieren die Bemühungen, die wir aktuell zu Verbraucherbildung an Schulen unternehmen", so die Verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus weiter.

Text: Julian Krischan, wissenschaftlicher Mitarbeiter von Irene Köhne MdA

 
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