Sie sind hier:   Startseite
Bilderstrecken
Reden & Videos
Kleine Anfragen
AKTUELLE MELDUNG VOM 24.10.2014
Gegen reines Gewinninteresse

Aktionsbündnis Landschaftspark Licherfelde Süd mahnt zu natur- und sozialverträglicher Entwicklung des Geländes der "Parks Range" in Lichterfelde Süd

 

Jetzt auf Facebook teilen

 

In Lichterfelde Süd wird gebaut - und das bewegt die Gemüter der Bevölkerung. Der beste Beweis dafür war der große Andrang, der auf dem Plenum des Aktionsbündnisses Landschaftspark Lichterfelde-Süd am vergangenen Montagabend im "kieztreff"/Stadtteilzentrum Steglitz e.V. in Lichterfelde Süd herrschte. Von Seiten der Vertreter des Aktionsbündnisses, wie auch von Vertretern von Umweltverbänden und Bürgerinnen und Bürgern wurden im Rahmen der Veranstaltung zahlreiche Bedenken zur Sprache gebracht, die diese in Bezug auf das vom Investor im vergangenen Monat vorgelegte städtebauliche Entwicklungskonzept für das Gelände der "Parks Range" haben.

Nachdem in der vergangenen Woche bereits ein Gespräch zwischen Irene Köhne (MdA, SPD) und Staatssekretär Engelbert Lütke Daldrup in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt stattgefunden hatte, zeigte sich, dass im Rahmen der Veranstaltung am Montag gerade auch diejenigen Bedenken geäußert wurden, die Irene Köhne dem Staatssekretär vorgetragen hat. Ein besonderes Augenmerk ist im Zuge der weiteren Planungen so vor allem auf eine sozialverträgliche städtebauliche Entwicklung im Einklang mit der bestehenden Thermometersiedlung zu richten. Hier besteht die Gefahr, dass es durch eine höhere ortsübliche Vergleichsmiete im Mietspiegel zu Verdrängungsprozessen kommen kann.

Daneben sind weitere wichtige Punkte momentan noch ungeklärt und erfordern Lösungen:

- Begehbarkeit des Geländes: Ist das Gelände komplett und frei begehbar, dürfte sich das negativ auf die schützenswerte Flora und Fauna auswirken. Die Anlage eines nicht allzu hohen Schutzzauns könnte sich hier als angemessene Lösung erweisen. Am Uferweg an der Krummen Lanke gibt es um einen naturschutzwürdigen Geländebereich bereits einen solchen Zaun, der zwar ohne größeres Zutun überwunden werden könnte, von der Bevölkerung aber in der Funktion als Zugangsbarriere akzeptiert wird.

- Verkehrssituation: Die bestehenden Verkehrs- und Straßenanlagen sind mit Blick auf eine Realisierung des vorgelegten städtebaulichen Konzeptes nicht ausreichend. Dies betrifft außerhalb des neuen Wohngebietes insbesondere auch die Kreuzung an der Einmündung Ostpreußendamm/Osdorfer Straße. In Bezug auf das neue Wohngebiet ist die Zielsetzung einer "autoarmen Gestaltung" ökologisch durchaus wünschenswert. Dieser Umstand kann andererseits jedoch nicht von der Pflicht entbinden, das Problem eines entstehenden Mangels an Parkplätzen in der Siedlung und in deren Umgebung anzuerkennen und dafür Lösungen zu finden - in der letzten Konsequenz auch zu Lasten der geplanten Anzahl an Wohneinheiten.

- Gewerbe: Das städtebauliche Konzept sieht im Planungsentwurf keine Flächen für Gewerbetreibende am Landweg vor. Für die momentan dort noch tätigen Gewerbetreibenden müssen daher Lösungen gefunden werden, mit denen diese von sich aus einverstanden sind.

Als Abgeordnete ist es ein Anliegen von Irene Köhne, diese Prozesse auf Seiten des Abgeordnetenhauses weiterhin kritisch zu begleiten.

 
X
DIREKTEINSTIEG
SchlagworteOrteGremien
  Strom
  Umwelt
  Wasser
  Wohnen