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AKTUELLE MELDUNG VOM 23.09.2014
lebensmittelklarheit.de wird drei Jahre alt - wir gratulieren!

Anlässlich des dreijährigen Bestehens des Internetportals lebensmittelklarheit.de blickten VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft und Verbraucherschutz auf einer Fachtagung der Verbraucherzentralen auf das bisher Erreichte zurück und wagten einen Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen im Bereich der Lebensmittelkennzeichnung.

 

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Dabei wurde schnell deutlich: Die Verbraucher haben das Angebot des Portals in dieser Zeit gut angenommen und tun genau das, was auch ein Ziel des Projektes von Beginn an war: Sie beteiligen sich, melden täuschende oder unklare/unwahre Kennzeichnungen auf Lebensmittelverpackungen und informieren sich über die Bedeutung einzelner Bezeichnungen. Über 80.000 Aufrufe jeden Monat verzeichnet lebensmittelklarheit.de mittlerweile und zeigt auf diese Weise: Die Verbraucher wollen mitreden! Und sie wollen wissen, wo ihr Essen herkommt!

Information und Transparenz sind dabei unverzichtbare Elemente für ein selbstbewußtes und informiertes Handel der Verbraucher beim Lebensmitteleinkauf und müssen, so die klare Forderung der Verbraucherzentralen, deshalb auch durch verbindliche Vorgaben der Politik eingefordert werden. Denn trotz einzelner Reaktionen der Hersteller auf Beschwerden über die Aufmachung ihrer Produkte - positive Einzelfälle reichen nicht aus. Es fehlt immer noch ein gesetzlicher Rahmen, der alle Hersteller dazu verpflichtet, transparente Mindestangaben zu bieten und Täuschungen jeglicher Art weg zu lassen. Die verschiedenen Forderungen der Verbraucherschützer lassen sich dabei mit den folgenden Formeln zusammenfassen:
-Was draufsteht, muss drin sein!
-Was drin ist, muss draufstehen!
-Was draufsteht, muss verständlich sein!

Dazu Irene Köhne: "Jeder Hersteller sollte ein ureigenstes Interesse daran haben, bei der Kennzeichnung seiner Produkte ehrlich zu sein. Denn jede "Ent"-Täuschung des Verbrauchers führt irgendwann auch zur Abkehr von dem betroffenen Produkt."

Verbesserungen erwarten sich alle Akteure von der ab dem 13. Dezember 2014 geltenden neuen Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) der EU. Die Verordnung stellt sicher, dass die Hersteller europaweit einheitliche und klare Vorgaben zur Kennzeichnung haben und dass Verbraucher beim Lebensmittelkauf umfassend informiert werden. So zumindest die Theorie - Verbraucherschützer begrüßen zwar einzelne Ansätze zur Verbesserung, kritisieren aber gleichzeitig, dass die Vorgaben nicht weit genug gingen und vor allem auch in Zukunft nicht zwingend auf der Vorderseite des Produktes angebracht werden müssen. Wenn zentrale Informationen auch weiterhin im Kleingedruckten versteckt werden, führt dies nicht unbedingt zu einer substantiellen Verbesserung. Abzuwarten bleibt also die Erfahrung nach einer gewissen Zeit der praktischen Umsetzung.

Abschließend muss aber auch festgestellt werden: Auch der Verbraucher selbst handelt nicht selten ambivalent: Theoretisch sieht er sich selbst in Umfragen als verantwortungsbewußten Konsumenten, der die "richtigen" Kaufentscheidungen trifft - praktisch siegt dann doch oft die Bequemlichkeit oder das günstigste Angebot. Hier muss Verbraucherbildung hartnäckig bleiben und nicht müde werden, aufzuklären und zu ermutigen, sich die Mühen eines reflektierten Einkaufs zu machen.

 

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