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AKTUELLE MELDUNG VOM 08.10.2013
Krankenkassen legen einheitliche Grundsätze zum Erlass von Beitragsschulden fest

Nach dem seit 1. August 2013 geltenden Beitragsschuldengesetz können Krankenversicherte, die Beitragsschulden haben, in den Genuss eines Erlasses oder einer Ermäßigung kommen. Für die gesetzlichen Krankenkassen wurde jetzt festgelegt, unter welchen Voraussetzungen der Erlass erfolgt und wie hoch die Ermäßigung sein wird.

 

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Wer bislang nicht versichert ist oder wer Rückstände aus versicherungsloser Zeit hat, also der Zeit zwischen Eintritt der Versicherungspflicht und Begründung der Mitgliedschaft, bekommt die Rückstände und Säumniszuschläge aus dieser Zeit erlassen. Dies gilt für alle, die ihre Mitgliedschaft bei einer gesetzlichen Krankenkasse bis zum 31. Dezember 2013 begründen. Meldet man sich erst danach bei der Kasse an, werden
rückwirkend wieder Beiträge fällig, allerdings ermäßigt. Es werden für die versicherungslose Zeit Beiträge wie bei einer Anwartschaftsversicherung berechnet. 2013 sind dies, inklusive Pflegeversicherung, 47,22 Euro.

Bedingung ist allerdings, dass der Versicherte im Nacherhebungszeitraum keine Leistungen der Krankenkasse in Anspruch genommen hat oder auf eine nachträgliche Erstattung verzichtet.

Dörte Elß von der Verbraucherzentrale Berlin rät Nichtversicherten sich zu beeilen. „Sie müssen sich bis zum 31. Dezember 2013 bei einer gesetzlichen Krankenkasse anmelden, um in den Genuss des vollständigen Erlasses zu kommen“, erklärt die Gesundheitsexpertin. Aber: Erlass und Ermäßigung gelten nur für die versicherungslose Zeit!
Auch für andere Beitragsrückstände gibt es Entlastung: so entfällt der erhöhte Säumniszuschlag von 5 Prozent pro Monat. Es gilt nur noch ein einheitlicher Säumniszuschlag von 1 Prozent pro Monat für die Zukunft und auch für die Vergangenheit.

Beratung zum Schuldenerlass und rund um die Krankenversicherung gibt es bei der Patientenberatung der Verbraucherzentrale Berlin. Eine entsprechende Terminvereinbarung ist unter der Telefonnummer 030/214 85-150 möglich, und zwar jeweils dienstags und donnerstags von 9.00 bis 12.00 Uhr sowie donnerstags von 14.00 bis 16.00 Uhr. Die Beratung kostet 20 Euro.

 
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